Trauerbegleiter
Mittlerweile gibt es eigens dafür ausgebildete Trauerbegleiter, die kleine und große Menschen an die Hand nehmen und wieder zu sich selbst führen. In Selbsthilfegruppen finden Trauernde mitfühlende Aufnahme und Austausch, und auch Ärzte, Psychologen und Seelsorger bieten professionelle Unterstützung an.
Es gibt zudem viel gute Literatur zum Thema Tod und Sterben. Für Menschen, die sich vorbereiten wollen, die Trauernde verstehen oder ihnen helfen möchten. Eine kleine Auswahl haben wir Ihnen hier zusammengestellt.
Literatur für Erwachsene
Buchtipps für Kinder und Jugendliche
Kinder willkommen
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder es sehr schätzen, wenn sie in die Organisation der Trauerfeier ein wenig miteinbezogen werden. Kinder sind uns daher auch in Beratungsgesprächen herzlich willkommen. Wir würden uns freuen, Kinderfragen beantworten zu dürfen. Dazu bringen wir gerne Bilderbücher aus unserer kleinen Bibliothek mit.
Gut ist es, Kindern schon früh auf unaufgeregte Weise den Kreislauf der Natur zu erklären. Anhand von Pflanzen, Insekten oder gar Haustieren. Sie lernen so, den Tod als Teil des Lebens wahrzunehmen und zu begreifen. Es gibt zudem wunderbare Bücher und Bildbände, die auf sanfte Weise Kindern den Tod erklären.

Kinder und der Tod – eine kleine Verständnisreise
Kinder und der Tod – eine kleine Verständnisreise
Kinder verstehen meistens nicht, dass
der/die Verstorbene nicht mehr lebendig wird,
alle Lebewesen sterben müssen,
jeder jederzeit sterben kann (der Tod unvorhersehbar ist),
man früher oder später sterben wird, auch wenn man sich vorsichtig verhält oder wenn Ärzte besonders gut sind.
Auch wenn es schwer ist: Kinder wollen Dinge verstehen. Bitte reagieren Sie auf die kindliche Neugier nicht mit Abweisung wie zum Beispiel: „Das darf man nicht sagen/fragen.“ Freuen wir uns lieber darüber, dass Kinder noch offen fragen können. Es sind unsere eigenen Schamgefühle, aus denen heraus wir das Thema hier lieber beenden möchten. Sie dürfen auch ruhig zugeben, die Antwort nicht zu kennen. Dann kommen Sie zu uns und wir klären die kleinen Fragesteller kindgerecht auf.
Kinder bis zu 2 Jahren
erleben zunächst die Abwesenheit und den Verlust einer Person, ohne die konkreten Zusammenhänge zu verstehen. Sie können mit Appetitstörungen, Apathie, Weinen, Schreien oder motorischen Auffälligkeiten wie Kopfschaukeln reagieren.
Kinder zwischen 7 und 12 Jahren
sind zum Teil noch dem magischen Denken verhaftet, können aber mit zunehmendem Alter die Endgültigkeit des Todes verstehen und auch, was Krankheitsprozesse sind. In dieser Zeit kann es geschehen, dass sie sich große Sorgen um die Eltern machen, wenn diese selbst Angst haben. Dies verunsichert stark, macht haltlos. Dementsprechend extrem können die Reaktionen manch junger Menschen ausfallen. Und auch hier gilt, die Kinder nicht zu bewerten oder gar zu bestrafen. Denn sie wissen im Moment einfach nicht, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen sollen. Auch hier kann eine professionelle Trauerbegleitung Hilfe leisten. Gerne vermitteln wir Ihnen den Kontakt.
Kinder zwischen 3 und 7 Jahren
beginnen, die Zusammenhänge zu verstehen, und wollen mehr wissen. Sie vermischen teilweise noch Realität und Fantasie, sind an ‚technischen‘ Auskünften interessiert. Sie machen sich vielleicht Gedanken darüber, ob der Leichnam Langeweile, Hunger oder auch Angst hat. Das kann manchmal verstörend direkt sein, hat aber seine Berechtigung:
Wie ist es, wenn man tot ist?
Warum muss man in einen Sarg?
Wie tief ist das Erdloch?
Wie funktioniert ein Verbrennungsofen?